Bericht über: WIND – Willkommen im nördlichen Dahmeland
| WIND – Willkommen im nördlichen Dahmeland | |
| Marina Wulff | |
| E-Mail: | kontakt@wind-hilft.de |
| Website: | www.wind-hilft.de |




Worte, die verbinden

Stand: Mai 2026
Wer glaubt, dass Quasseln nur ein Zeitvertreib ist, war noch nie im „Quasselclub“ der Zeuthener Bürgerinitiative „WIND“.
Seit inzwischen über zehn Jahren kommen hier Menschen aus Afghanistan, Usbekistan, Syrien, der Ukraine und anderen Ländern zusammen, um Deutsch zu üben, Erfahrungen zu teilen und Gemeinschaft zu leben. Was nach lockerem Austausch klingt, ist zugleich ein Integrationsformat mit nachhaltiger Wirkung.
Quatschen und helfen
Der Quasselclub ist weit mehr als ein Treffpunkt. Er ist ein sozialer Anker für Menschen, die sich in einem neuen Land orientieren müssen. Angeführt wird das Angebot seit Jahren von Marina Wulff, eine der Aktiven von der ersten Stunde an. Sie hilft nicht nur im Gespräch, sondern ebenso ganz praktisch im Alltag, etwa beim Verstehen von Amtsschreiben, beim Ausfüllen von Formularen oder bei Behördengängen. Genau diese Verbindung aus persönlicher Nähe und konkreter Unterstützung macht das Konzept erfolgreich. Die Initiative „WIND – Willkommen im nördlichen Dahmeland“ setzt bewusst auf alltagsnahe Integrationsarbeit. Begegnung, Sprache und gegenseitige Hilfe stehen im Mittelpunkt.
Über den Tellerrand
Diese Integration zeigt sich insbesondere im gemeinsamen Erleben. Hier knüpft der Quasselclub an Ideen an, wie sie etwa die bundesweit aktive Initiative „Über den Tellerrand“ verfolgt. Hierbei verbinden sich Menschen durch Kochen, Essen und Erzählen in der Gruppe. Im Zeuthener Quasselclub gehören Mahlzeiten in der Gemeinschaft längst dazu und schaffen eine zusätzliche Ebene der Begegnung im Rahmen von Aktivitäten.
Jubiläum als Rückblick
Im Herbst 2025 konnte „WIND“ das nun zehnjährige Bestehen feiern. Offene Treffen, Musik und Geschichten boten viele Gelegenheiten zum Austausch. Die Veranstaltungen gaben Interessierten Einblicke in die Arbeit des Clubs und machten sichtbar, wie Integration im Alltag gelingen kann und was in den letzten Jahren alles erreicht werden konnte.
Spenden erwünscht
„Die regelmäßigen Treffen schaffen Räume für Austausch, Freundschaften und Vertrauen. Über die Jahre sind zahlreiche Beziehungen entstanden, die Halt geben und das Gefühl vermitteln, Teil einer lebendigen Gemeinschaft zu sein. Für viele ist der Quasselclub mittlerweile ein fester Anlaufpunkt in ihrem Alltag geworden“, berichtet Marina Wulff.
Damit dieses Angebot bestehen kann, ist der Verein auf vielfältige Unterstützung angewiesen. Spenden helfen dabei, Materialien, gemeinsame Aktivitäten und organisatorische Abläufe langfristig zu sichern.
Menschen im Mittelpunkt
Über Jahre hinweg ist hier ein festes Netzwerk gewachsen, das Orientierung gibt. Aus ersten Gesprächen entwickeln sich Kontakte und aus diesen entstehen Freundschaften, die oft weit über den Tellerrand hinausreichen. „Es handelt sich um einen Ort, an dem Menschen sich willkommen fühlen und sich gegenseitig unterstützen. Es geht nicht nur ums Reden, sondern ums Ankommen und darum, sich Schritt für Schritt ein neues Zuhause aufzubauen“, fasst Marina Wulff das beständige Bemühen zusammen.