Bericht über: Bürgermeister
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Gemeinsam neu denken

Stand: Mai 2026
Ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in Zeuthen setzte 2025 das 650. Gemeindejubiläum.
Die neu entstandene Aufbruchstimmung soll jetzt in die Zukunft getragen werden.
„Mein großer Dank gilt der Verwaltung, den Vereinen und Initiativen, dem Festkomitee und allen weiteren Akteuren, die das Jubiläumsfest auf die Beine gestellt haben. Das zentrale Ortsfest soll künftig jährlich stattfinden“, so Bürgermeister Philipp Martens.
„Die zahlreichen Angebote unserer Gemeinde, insbesondere ‚Zeuthen Open Streets‘, geben die Möglichkeit, sich gemeinsam für seine Straße zu engagieren. Gerade das Jubiläumsjahr hat gezeigt, wie groß der Wunsch nach Begegnung und gemeinschaftlichem Engagement ist. Diese Dynamik soll nun dauerhaft genutzt und weiter gestärkt werden, um langfristige Erfolge zu sichern“, fasst Philipp Martens seine Idee für das Miteinander in der Gemeinde zusammen.
Als Bürger Einfluss nehmen
Künftig besteht die Möglichkeit, Projekte in der Gemeinde direkt zu initiieren beziehungsweise mitzugestalten.
In der Einwohnerbeteiligungssatzung sind das Bürgerbudget mit 28 000 Euro sowie das Kinder- und Jugendbudget mit 7 500 Euro verankert. Im letzten Jahr wurde dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen.
„Dabei waren etwa Tischtennisplatten, Spielgeräte am Waldweg und die Revitalisierung des Tümpels in der ‚Zeuthener Heide‘“, sagt Thomas König als Geschäftsbereichsleiter für Finanzen und Liegenschaften.
Das Ziel ist es, Ideen aus der Bürgerschaft unkompliziert und transparent umzusetzen. Auf diesen neuen Elan gestützt, will Philipp Martens viel für Zeuthen auf den Weg bringen. An Entscheidungen vom letzten Jahr, wie dem Verzicht auf Sondernutzungsgebühren für das Gewerbe, soll weiterhin festgehalten werden.
Wichtige Bauvorhaben
Für den Edeka-Markt in Miersdorf und das Hospiz in der Fontanestraße wurde nun Planungsrecht geschaffen. Für die Grundschule im „Zeuthener Winkel“ wird in Kürze die Baugenehmigung erwartet. Die Forstallee wird grundhaft erneuert. Zur L 401, der Seestraße, wird im Juni 2026 die Gerichtsentscheidung zur Klage des NABU erwartet. „Dann kann der Straßenausbau an der Seestraße gestartet werden“, so Philipp Martens. Bei sämtlichen Infrastrukturprojekten setzt die Gemeinde stets auf eine enge Abstimmung mit den Behörden und den Anwohnern.
Mehr für Fußgänger
Der Bürgermeister freut sich, dass Zeuthen als eine von drei Kommunen des Landes für das Pilotprojekt „Fußverkehrs-Checks“ ausgewählt wurde. In Zusammenarbeit mit Fachleuten und Bürgern wurden verschiedene Straßen analysiert und gemeinsam gezielt Verbesserungen für die Aufenthaltsqualität sowie die Begehbarkeit erarbeitet. Die Elbestraße soll zur Sackgasse werden. Dadurch wird aus der Fünfarmkreuzung eine Vierarmkreuzung. Ebenso sollen andere Gefahrenstellen systematisch entschärft werden.
Bewegung bei der Bahn
Die Schaffung einer niveaufreien Bahnquerung beschäftigt Zeuthen seit Jahrzehnten. Die Gemeindevertretung hat dazu einen Grundsatzbeschluss gefasst, um das Verfahren gemeinsam mit dem Land Brandenburg und der Deutschen Bahn weiter voranzubringen. Eine Entscheidung über den Standort oder die konkrete Ausführung wurde dabei noch nicht getroffen. Grundlage ist eine Machbarkeitsstudie, die verschiedene Varianten untersucht. „Es geht jetzt darum, den Prozess voranzutreiben und gemeinsam eine tragfähige Lösung zu finden. Die weitere Planung wird in enger Abstimmung mit den Bürgern erfolgen“, erläutert das Gemeindeoberhaupt.
Gegen den Fluglärm
Im Verbund mit seinen Nachbarkommunen engagiert sich Zeuthen für einen besseren Lärmschutz. Anfang 2025 wurden knapp 7 000 Protestbriefe aus der Region an die „Deutsche Flugsicherung“ übergeben. Hintergrund ist ein geplantes neues Navigationsverfahren auf den Flugbahnen des BER, das zu einer stärkeren Belastung der Nachbarschaften führen könnte.
„Wir fordern, dass die Sorgen der Bewohner der Region ernst genommen und bestehende Regelungen eingehalten werden. Unser Ziel bleibt es, die Lebensqualität langfristig zu sichern und Verbesserungen zu erreichen“, erklärt Bürgermeister Philipp Martens.