Willkommen in Zeuthen
0 30/6 92 02 10 52 ← Zurückgehen

Freche Girls mit heißen Songs

Band „Swing Schlampen“
Henriette Grabow
Telefon:01 76/87 57 66 99
Website:swingschlampen.de

Hübsche „Schlampen“

Stand: März 2018

Frech, hübsch, einzigartig: Die „Swing Schlampen“ aus Zeuthen begeistern mit ihren immer etwas anderen Auftritten landauf, landab.

Henriette Grabow hat sich den „anrüchigen“ Bandnamen ausgedacht, weil sie von vorne herein klar machen will, dass es auf der Bühne heiß zugeht. Dafür sorgen neben „Henny Penny“, die hauptberuflich Grundschullehrerin ist, „Miss Sophie“, die als Sophie-Isabelle Voigt Sozialwissenschaften studiert sowie „Dr. Olivia Boobylicious“ alias Olivia Patricia Kunze. Sie ist als Schauspielerin an diversen Theatern, so in Bremen.

Bald im Kino!
Im Sommer wird sie sogar deutschlandweit auf der großen Kinoleinwand zu sehen sein. Sie wurde von Regisseur Andreas Dresen, den man von „Sommer vorm Balkon“ kennt, für dessen neue Produktion „Gundermann“ engagiert.
Darin wird das Leben des „singenden Baggerfahrers“ beleuchtet, der in Opposition zur DDR stand und durch Tätigkeit als Stasi-IM tyrannische Funktionäre und Bonzen anschwärzte, um auf diesem Weg „die Welt zum Besseren zu verändern“. Schließlich hatte sogar die Stasi von ihm die Nase voll. Dafür durfte er nach der Wende im Vor­programm von Bob Dylan und Joan Baez spielen.

Schülerin mit eigenem Chor
Wer das weiß, wundert sich also kaum, dass „Swing Schlampe“ Olivia Patricia Kunze gern an dem Film mitwirkt. Schließlich stützt sich die Gruppe auf die aufmüpfigen Rock-Größen von früher.
Die ungewöhnliche Band übt in Zeuthen, wo Henriette Grabow und Ehemann Andy Grabow mit einem massiven Extragebäude als Proberaum auf ihrem Einfamilienhausgrundstück ideale Bedingungen geschaffen haben.
„Henny Penny“ hatte sich ursprünglich der Gospelmusik verschrieben. Als Gymnasiastin hatte sie dafür ihren eigenen Chor gegründet und geleitet. Später fand sie Geschmack an der heißen Zeit des Swings und am frühen Rock ‘n’ Roll, der als „Rockabilly“ von den Südstaaten der USA aus seinen Anfang nahm.

Spaß statt Streit
„Ich habe gut fünf Jahre gebraucht, bis ich eine stabile Band aufbauen konnte. Unser Erfolgsrezept ist, dass wir das Leben nicht bierernst nehmen. Kommen Fehler vor, was immer mal auf der Bühne passieren kann, dann lachen wir darüber, nehmen uns selbst auf den Arm, beziehen das Publikum mit ein. Nach dem Konzert wird nicht mehr zurückgeschaut. Wir verzichten generell darauf, uns im Nachhinein zu kritisieren. Statt Zickenkrieg wird gequatscht und gekichert“, beschreibt die Zeuthenerin ihren mehr als ungewöhnlichen „Führungsstil“. Wenn sie das in der Schule, wo sie unterrichtet, ebenfalls so praktiziert, möchte man sehr gerne nochmal „klein“ sein!

Prominente Auftritte
Offenbar kommt das Konzept ebenso an wie die frechen selbstgeschriebenen Titel in deutscher Sprache mit viel schwarzem Humor.
Mit ihrer ungewöhnlich markanten Stimme erinnert „Henny Penny“ mitunter an Hildegard Knef. Die Fans sind begeistert: Die Band ist vielfach auf Festivals gefragt. Insbesondere wo es um die „gute alte Zeit“ geht, sind die Mädels aus Zeuthen auf der Bühne: Dazu gehört „Wings & Wheels“ in Hamburg, wo sich drei Tage lang Fans von Oldtimern und antiken Flug­zeugen treffen. Die Band war beim Flughafenfest in Gatow zu sehen, hatte Auftritte vor internationalem Publikum auf der „ILA“ in Schönefeld.
„Sehr prickelnd war es, am Kudamm auf der Bühne zu stehen“, erinnert sich Henriette Grabow. „Das einzige Mal mit echtem Lampenfieber war im Berliner Club ‚SO36‘. Wir wussten, dass wir hier in einem so etablierten Haus auf ein äußerst kritisches Publikum stoßen. Zum Glück ging alles gut!“

Neue CD
Zu den ungewöhnlichen Auftrittsorten gehört sogar die Bundeswehr, wo sie bei der Reservistenmeisterschaft in Klaistow spielten. Beim Sommerfest des Militärhistorischen Museums in Geltow sind sie bereits viermal aufgetreten. Sehr gern zeigen sich die Musikerinnen beim Oldtimertreffen in Diedersdorf: „Ich träume von einem Ford Mustang“, kommt „Henny“ Grabow beim Rückblick ins Schwärmen.
Während das US-Kultauto leider noch etwas in der Ferne liegt, hat sie zu Hause täglich Anklang an die Rock­idole von einst: Dafür sorgen Lewis, 5, und John, 6, bei deren Namensgebung selbst­verständlich Musiker von damals „Pate“ standen!
Wer bisher versäumt hat, die heißen „Swing Schlampen“ auf der Bühne zu erleben, der kann sich per CD einen Eindruck verschaffen. Gerade soeben ist das Album „Das Date“ erschienen. „Wir arbeiten jetzt eifrig an der zweiten Platte. Sie soll zum Jahres­ende herauskommen“, macht die Bandleaderin Lust auf mehr. Die CDs sind über die von Programmierer Andy Grabow liebevoll gepflegte Internetseite der Band erhältlich oder über Spotify anzuhören. Es macht in jedem Fall Spaß, denn bei den Aufnahmen haben die „Swing Schlampen“ niemals geschlampt, sondern professionell im Tonstudio produziert.